Und die Ohren werden Augen machen

Und die Augen spitzten gewissermaßen die Ohren, als der spanische Pantomime Carlos Martínez gemeinsam mit dem Songpoeten Jürgen Werth im Capitol aufspielte. Eingeladen hatten die Regionen Nördliches Zeitz und Zeitz zu diesem besonderen Abend.
Werth, der seit vielen Jahren als Autor und Liedermacher tätig ist, führte die Zuhörer mit seinen Liedern und Geschichten mit einer tief bewegenden Leichtigkeit auf Entdeckungsreise der Seele. Und Martínez malte mit seiner Kunst, die völlig ohne Worte auskommt, ganze Geschichten und Erlebnisse vor Augen. Die Nöte eines Flugreisenden wurden genauso spürbar wie die zarte, wunderbare Schönheit eines Schmetterlings. Die Fantasie Gottes in der Schöpfung, der Schweiß Noahs beim Bau der Arche, Schmerz und Liebe Gottes beim Anblick seiner Welt – alles drang bis ins Innerste vor – zart und leicht und tief. Und Werth erzählte von Hanna, die sich und die Welt gesund malt und fragte, ob das Glück zu erreichen ist, wenn man beim Liegen schon aufsteht und beim Gehen schon rennt. Dass jeder Mensch ein Gedanke Gottes ist, sangen viele mit, denn dieses Lied wird in den Gemeinden gerne zur Taufe gesungen, so dass etliche es kannten.
Vollends bewegend und begeisternd war das gemeinsame Programm der beiden Künstler. Nicht zwei, die sich einfach die Bühne teilen, waren da zu erleben, sondern ein Duo, bei dem jede Regung, jedes Wort, jedes Bild, jeder Ton aufeinander abgestimmt und bezogen war – Gleichklang zweier Künstlerherzen. Ein wunderbarer Abend, der in der Tiefe der Gedanken eine fröhliche Leichtigkeit mit sich brachte – und der in aller Leichtigkeit voller Tiefgang war. Die Ohren machten Augen. Und die Herzen waren begeistert und bewegt.

Schwere Jungs und leichte Mädchen in Zeitz

Ein Spiel von Liebe und Leidenschaft, Spielsucht und Seelenheil und allerlei Verwirrungen konnten die Zuschauer in den Zeitzer Klinkerhallen am Samstagabend erleben. Es war Premiere für das Musical “Guys And Dolls”, das die Guys und Dolls von MU-TH und Karambolage auf die Bühne brachten.

Glücksspiel trifft auf Heilsarmee, zwischen Bet-Saal und El Cafe Cubano entflammt die Liebe zwischen Sarah Brown, Sergeant der Heilsarmee, und dem wettfreudigen Frauenhelden Sky Masterson. Ob das gut geht? Eine berechtigte Frage, die auch die Beziehung zwischen der Tänzerin Adelaide und dem Würfelspieler Nathan Detroit beschreibt. Als dann noch der Gangster Big Jule auftaucht, wird es überaus spannend.

MU-TH und Karambolage ließen New York zwischen Glamour und Glücksspiel lebendig werden und begeisterten mit viel Witz, hervorragenden Choreografien, fantastischen Gesangsnummern und einem einfach wunderbar verrückten Stück. Und ihre Begeisterung im Stück steckte die Gäste in der vollbesetzten Klinkerhalle. Wer möchte da nicht mitmischen?

Backstage
Rotraud Denecke (Theaterpädagogik), Thomas Volk (musikalische Leitung), Marianne Mächtig (Bühnemmalerei), Jürgen Sträßer (Bühnenbauten) sowie viele Mitwirkende an Nadel und Faden, Saiten und Pfeifen, Kaffee und Wurst 🙂

Krössuln Kirche

Eine Kirche, nur selten geöffnet – aber dann mit vielen schönen Seiten. Auch das auch nachts.
Zum Reformationstag 2019 einmal durchgeknipst.

Swing vom Feinsten

Den gibt’s, wenn das Zeitzer Klarinetten- und Saxofon-Ensemble tief einatmet und dann loslegt – so, wie am 26. Oktober in der Michaeliskirche. Anlass war der “Geburtstag 20 plus” des Ensembles. Unter der Leitung von Hubert Beck spielten die Musikerinnen und Musiker vor einem begeisterten Publikum und verführten manchen Finger zum Schnipsen, manches Bein zum Wippen – und wohl auch den einen oder die andere zum Mitsummen. Wie im Flug verging die Zeit und allzu schnell war ein hervorragendes Konzert zu Ende. Der Spenden-Erlös des Konzerts stellten die Musiker der Sanierung der Stephaniskirche zur Verfügung, die auch schon Gastgeber für die beschwingten Klänge war – und gewiss auch wieder sein wird.
Na dann. 1 – 2 – 1 2 3 4.

Marienkirche Sandersdorf

Ausflug zum Gospeln,
dabei eine schöne Kirche entdeckt – optisch und akustisch.
Kirche St. Marien Sandersdorf.

Einfach mal hinfahren 😉

600 Jahre und ein Haus

… in the middle of our street
… in diesem ehrenwerten Haus

Ein Museumshaus, das 600 Jahre Geschichte in sich trägt – vom Keller bis zum Dachboden.

358 Stufen über Stralsund

Der Blick von der Marienkirche über Stralsund – atemberaubend.
Wegen der 358 Stuften 🙂 Und weil der Wind auf dem Turm ziemlich pfeift.
Aber eigentlich wegen der überwältigenden Aussicht.

Abendspaziergang in Stralsund

Mehr Meer

im Meeresmuseum Stralsund

Ozean im Haus

Immer einen Besuch wert: das Ozeaneum in Stralsund