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Seine ART von Dankbarkeit

Er hat wirklich eine wunderbare ART (engl.: Kunst), die Menschen berührt: Günter Schumacher, Architekt und Stadtplaner im Ruhestand. Seit vielen Jahren geht er mit Staffelei, Stift und Farbe vor die Tür und hält im Bild fest, was ihm vor Augen kommt. Durch seine Art, die Dinge zu sehen – die Natur, die kunstvolle Architektur etwa von Kirchen, die Komposition eines Blumenstraußes – lädt er ein, still zu stehen und ebenfalls neu sehen zu lernen.
Am 16. November wurde seine Ausstellung “Meine ART von Dankbarkeit” in der Zeitzer Stadtbibliothek Martin Luther eröffnet. Musikalisch umrahmt von Niklas Makowski nahm er die Gäste mit auf einen Ausflug in die Natur und ließ sie zuerst erzählend einen Blick über die Schulter und ins Herz eines Künstlers werfen.
Danach war reichlich Gelegenheit, die Werke zu betrachten, Bekanntes neu zu entdecken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Eine ART von Dankbarkeit, die der Seele wohltut und dankbar macht.

Bis zum 19. Februar 2019 ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten der Bibliothek noch zu bestaunen.

Passionella im Capitol

Zum 90. Geburtstag des Capitols spielte die Musiktheatergruppe MU-TH Passionella.

90 Jahre Capitol

Blick hinter die Kulissen

Zuckerkunst beim Bonbonmann

Echte Zuckerkunst zeigte der Bonbonmann Dirk Lawrenz beim Zeitzer Zuckerfest.
Eine Augenweide zuzuschauen, wie aus Zucker echte Kostbarkeiten werden.
Und ein Gaumenschmaus – natürlich!

Zeitzer Zuckerfest von unten und oben

MU-TH – einfach Zucker

Das Musik-Theater MU-TH versüßte das Zuckerfest in Zeitz mit einem Kurzauftritt vorm Capitol und gab einen kleinen Einblick in die neue Produktion “Der kleine Tag”. Im Foyer des Capitol war Gelegenheit, mit MU-THlern ins Gespräch zu kommen und mehr über die Theaterarbeit in der Kulturvilla zu erfahren.

MU_Thige Autoren

Sie können nicht nur Musik und Theater, sie finden auch Worte, um die Welt – ob real, ob fantastisch, ob mystisch-mythisch, ob von innen oder von außen – zu beschreiben und so durch Gehörtes für den Moment Wirklichkeit werden zu lassen.
Am 28. September präsentierten vier Mitglieder der Musik-Theater-Gruppe MU-TH Ausschnitte aus ihren Werken. Sie entführten die gut 50 Zuhörer, die den kleinen Saal in der Kulturvilla voll ausfüllten, nach Mittelamerika, nahmen sie mit in die Welt von Planeten und Göttern, ließen sie erschaudern an der Seite eines Monsterjägers, und Gedichte gaben humorvoll und nachdenklich Einsichten, Welt- und Weitblicke.
Annett Leutritz, Ricarda Peter, Patrick Schulz und Raluca Denecke begeisterten durch ihre je eigene Art, mit Worten eine Welt entstehen zu lassen. Für musikalische Highlights sorgten Ensemblemitglieder von MU-TH und Thomas Volk am Flügel. Und mancher ging wohl nicht nur höchst begeistert nach Hause sondern trug auch die Frage mit sich, wie so manche Geschichte denn weitergeht. Wenn das nicht nach Fortsetzung ruft.

St. Michael hat ne Maus

Ach nein, es waren sogar zwei, die plötzlich beim Klang von Orgelmusik aus ihrer Ecke herauskamen. Johanna Schulze, Kantorin in Zeitz, hatte gemeinsam mit Rotraud Denecke von der Kulturvilla zur “Orgelmaus” eingeladen. In drei Vorstellungen am Montag, 24. September, konnten auf kurzweilige, unterhaltsame Weise Kinder und auch der eine oder andere Erwachsene so manches über die Orgel in der Michaeliskirche erfahren.

Rossini rockt

Nun gut, “rockt” mag nicht ganz zu Gioachino Rossini passen, aber was die Kantorei Zeitz unter der Leitung von Kantorin Johanna Schulze am 23. September in der Michaeliskirche bot, war wahrhaft großartig. Zu hören war die “Petite Messe solennelle” des italienischen Meisters, den man sonst eher in Verbindung mit Opern bringt.
Eine der Besonderheiten: Begleitet werden Chor und Solisten mit einem Flügel und mit einem Harmonium. Eine Herausforderung für Ohren, die sonst große Werke eher mit Orchesterbegleitung hören – aber eine wohltuende, faszinierende Überraschung, die zu entdecken sich lohnte.
Unterstützt wurde die Kantorei von den Solisten Sara Mengs (Sopran), Saskia Klumpp (Alt), Jeffery Paul Krüger (Tenor) und Daniel Blumenschein (Bass). Am Flügel brillierte Kyra Steckeweh und das Harmonium ließ Matthias Müller erklingen.
Für Johanna Schulze war die Messe das erste große Werk nach ihrem Stellenantritt in Zeitz. Und sie hat damit ein beeindruckendes musikalisches Zeichen gesetzt, das schon voller Spannung und Vorfreude auf die nächsten Werke warten lässt.
Kraftvoll, sanft, klar, geheimnisvoll, sphärisch klingend und irdisch tanzend sangen und spielten sich Chor und Solisten in die Herzen der rund 200 Zuhörerinnen und Zuhörer. Ob der Ruf nach Gottes Erbarmen im Kyrie, das Lob Gottes im Gloria, ob Glaubensbekenntnis oder das Lob der Engel im Sanctus – Chor und Solisten nahmen durchgehend spannungsvoll hinein in das Geschehen des Gottesdienstes – nichts anderes ist die Messe. Als der letzte Akkord nach der Friedensbitte “Dona nobis pacem”, senkte die Stille im Kirchenraum das Werk noch tiefer in die Herzen der Zuhörer. Glockenläuten hatte dass das Konzert eröffnet und stand auch am Ende. Gottesdienstliche Musik. Dann aber brach der wohlverdiente Applaus los und belohnte Musiker und besonders die Kantorin für ihre wunderbare Leistung.

In der Eule ist ne Maus

Na, da war ja was los an der Eule-Orgel im Zeitzer.
Hatten sich doch zwei Orgelmäuse eingefunden und waren auf Kantorin Johanna Schulze getroffen. Gut für sie und die Kinder aus Kindergärten und Schulen, denn Johanna Schulze konnte ihnen dann sogleich einmal die Orgel vorstellen.
Wieso gibt es eigentlich große und kleine Pfeifen? Laut und leise – oder doch eher tief und hoch? Und wie klingt eine Zungenpfeife? Die ist ganz schön durchdringend. Festlich kann die Orgel erstrahlen, fröhlich zum Tanz aufspielen, und genauso gut kann sie warmen, weichen Tönen Menschen trösten. Wahrlich die Königin der Instrumente.
Das entdeckten auch die Mäuse, als etwa die Toccata in D-Moll von Johann Sebastian Bach erklang oder der Hochzeitsmarsch von Felix Mendelssohn Bartholdy. Naja, und als dann die Maus-Melodie ertönte, wussten alle Bescheid.
Toll gemacht von den Orgelmäusen des Kindertheaters Karabambini und von Johanna Schulze.