'Zeitz' Category

AutoWeinHerbst im Schlosspark Zeitz

Ein paar Impressionen

Gesangbuch von Bach bis Zeitz

500 Jahre Pfarrbibliothek St. Michael Zeitz

Zum kleinen Auftakt des großen Jubiläums der Bibliothek, die in der Michaeliskirche Zeitz beheimatet ist, hielt am Montagabend Kai-Uwe Schmidt einen Vortrag über Zeitzer Gesangbücher. Schon im 17. Jahrhundert entstanden in Zeitz solche Drucke, die es der Gemeinde zunehmend ermöglichen sollten, vermehrt im Gottesdienst – und auch im Hausgebrauch – zu singen und geistliches Leben zu gestalten.

Interessante Tatsachen erfuhren die Gäste des Vortrages. So etwa, dass es Gesangbücher mit über 1.000 enthaltenen Liedern gab. Das aktuelle Gesangbuch der Evangelischen Kirche, das “EG”, hat 535 Lieder (ohne die Anhänge, die in manchen Landeskirchen beigefügt sind). Am Gesangbuch von 1736 (Musicalisches Gesang-Buch), das der Zeitzer Schlosskantor Georg Christian Schemelli herausgegeben hatte, hat Johann Sebastian Bach mitgewirkt. Frühe Ausgaben waren mit begleiteten Worten versehen, etwa vom zuständigen Superintendenten. Besonders auch sind die Kupferstiche der Stadt Zeitz, die etliche Gesangbücher eröffneten. Sie zeigen durch ihre zweierlei Art ein Stück Stadtentwicklung.
Den Vortrag von Kai-Uwe Schmidt ergänzten Carolin Drescher und Julia Fichtner von der Kunstgutgruppe der Kirchengemeinde mit Beiträgen zu den Gesangbüchern bzw. Auszügen aus einem Rückblick eines Chorknaben auf seine aktive Zeit im “Oberchor”.

Im Anschluss waren die Gäste eingeladen, die Ausstellung der Bücher in der Sakristei zu besuchen und sie machten davon regen Gebrauch. Gab es doch allerhand zu entdecken.
Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Oktober zu sehen.

Am Samstag, 7. September 2019 findet der eigentliche Festakt zum 500-jährigen Bestehen der Pfarrbibliothek statt. Beginn ist um 15 Uhr und es besteht Gelegenheit, Kirche, Bibliothek und natürlich die Gesangbuchausstellung zu besichtigen, Führungen mitzumachen und allerhand zu entdecken.

10 Jahre und kein bisschen leise

Am 1. September feierten Kinder, pädagogisches Team, Eltern, Ehemalige, Freunde und manch andere einen besonderen Geburtstag in der Michaeliskirche in Zeitz. Seit 10 Jahren besteht die Evangelische Grundschule – wenn das kein Anlass ist, zu einem besonderen Fest einzuladen.
So war die Kirche zum Gottesdienst gut gefüllt. Premiere hatte in diesem Gottesdienst der stark gewachsene Schulchor, der unter Leitung von Kantorin Johanna Schulze frisch und fröhlich in den Gottesdienst einstimmte und ihn weiter mitgestaltete. Pfarrer Werner Köppen lud dazu ein, die Augen aufzumachen für das Großartige, was geschehen ist und geschieht. Schulleiterin Sigrid Buhl und der Vorsitzende des Fördervereins, Harald Rosahl, gaben Rück- und Ausblick zur Schulgeschichte.
Nach dem Gottesdienst waren die Gäste in den Michaeliskirchhof eingeladen zu Kaffee, Kuchen und Gesprächen. In der Kirche gaben ein Haus aus Bausteinen, von den Kindern gestaltet, und eine Zeitleiste mit Fotos einen Einblick in den Schulalltag und besondere Ereignisse. Zum Abschluss des Festtages gratulierte der Gospelchor Celebrate mit einem mitreißenden Konzert.

Fotos: Regina Keilholz, Matthias Keilholz

If Paradise is in Zeitz

Was und wie das Paradies ist, darüber lässt sich streiten.
Aber das Projekt IPIHAN (if paradise is half as nice) bringt zusammen, an was man bei Paradies wohl nicht zuerst denkt – Kunst aus Vergangenem und Vergänglichem in verlorenen Orten. Manches ist eigenartig schön, anderes verwirrt, regt zum Nachdenken an. Ein faszinierendes Projekt – 2019 in der ehemaligen Kosmetikfabrik ZITZA in Zeitz.

Regenbogen über der Einschulung

Bunt war der Gottesdienst zur Einschulung in der Evangelischen Grundschule Zeitz, der in der Michaeliskirche gefeiert wurde.

Parade der Kinderwagen

Fantastisch. Einfach fantastisch war, was Kinder und Jugendliche vom Projekt Rebels for Peace am Samstag bei der “Parade der Kinderwagen” in Zeitz präsentierten. In Workshops hatten sie gemeinsam mit Mitarbeitern des Haus der Jugend und des Upsala Zirk St. Petersburg/Upsala e.V. nicht nur akrobatische Darbietungen vorbereitet, mit denen das Festival im Goethepark begann.
Auf der Route durch die Stadt wurde getrommelt, gab es “Fenstertheater” und allerlei wunderliche Fabelwesen zu sehen. Einige Kinderwagen waren mit auf Tour, wunderlich gestaltet oder gefüllt mit Äpfeln. Nach Stationen auf dem Altmarkt, in der Scharrenstraße, im Hof der Moritzburg und an der Unteren Promenade endete das Festival mit einem Picknick auf den Elsterwiesen.
Ziel des Projekts ist es, Kinder und Jugendliche miteinander ins Gespräch zu bringen, Gemeinschaft zu erleben und aktiv zu gestalten – Jugendliche aus Kriegs- und Krisengebieten und Jugendliche aus Deutschland und Russland. Fantastisch. Einfach fantastisch. Und möglich! Kultur verbindet. So geht Leben in einer Welt, die eben nur eine ist.

Schwarzbiernacht – die Musik- und Partynacht in Zeitz

Ein paar Eindrücke von einem vielfältigen bunten Programm.

Whatevs auf Schwarzbier

Schwarzbiernacht in Zeitz – viel Musik, viele Bands.
Chance für Newcomer und Lust auf altbekannte Legenden.
Mit dabei: Whatevs, brandneu, auch wenn die einzelnen Mitglieder der Band schon erprobte Musiker sind. Ihr spiel haben sie in Zeitzer Musikschulen gelernt, verfeinert und erprobt in verschiedenen Projekten. Am Samstagabend rockten sie die Kramerstraße und sorgten, gemeinsam mit dem DUO S&M unzensiert für gute Laune beim 25. Geburtstag des 1. FC Zeitz.

 

Einfach gemeinsam Kultur erleben

Ein paar fotografische Eindrücke von Marianne Mächtig von einem fantastischen Theaterabend – “Inklusion im Rampenlicht”

Von Augen auf bis Gute Nacht

Musik, die die Tageszeiten beschreibt – vom Morgen über den Mittag und Abend bis zur Nacht?

Die gibt es. Und die Kantorei Zeitz brachte sie am 5. Mai in der Michaeliskirche zu Gehör. Georg Philipp Telemann schuf einen Kantatenzyklus, der in Arien, Rezitativen und Chören durch alle vier Tageszeiten führt.
1757 wurde es uraufgeführt, nun war es in Zeitz nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen. Dabei hatte Kantorin Johanna Schulze das Werk auf raffinierte Weise ergänzt. Jede Tageszeit wurde durch eine Orgelimprovisation eingeleitet. Organist Hans Christian Martin sorgte dafür, dass das erste Gezwitscher eines neuen Tages genauso zu hören war wie das Flimmern in der Mittagssonne oder die ausklingende Geschäftigkeit des Abends vor dem inneren Auge auftauchten. Glockenschläge läuteten zeitgleich die neue Tageszeit ein und je ein Bild aus Zeitz stimmte auch die Augen in der gut besuchten Michaeliskirche auf die rechte Stimmung ein.
Nach je einem einleitenden Chorgesang – ebenfalls durch Kantorin Schulze der jeweiligen Kantate geschickt vorangestellt, malten die Sopranistin Hanna Schmal, Altistin Nora Rutte, der  Tenor Stephan Kelm und Bassist Till Malte Mossner in Arien und Rezitativen das Besondere der Tageszeit in die Ohren. Die Kantorei beschloss mit fein abgestuftem, klarem Gesang die jeweilige Stunde von Morgen bis Nacht. Das Reussische Kammerorchster tat ein übriges, den Tag nicht nur in die Ohren, sondern in die Herzen hinein klingen und schwingen zu lassen.
So wurde der 5. Mai für die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer zu einem besonderen Erlebnis, das auch in die kommenden Tage hinein noch klingen dank dieser wunderbaren Aufführung eines großartigen Werkes durch großartige Musiker und Sänger.