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Schwarzbiernacht – die Musik- und Partynacht in Zeitz

Ein paar Eindrücke von einem vielfältigen bunten Programm.

Whatevs auf Schwarzbier

Schwarzbiernacht in Zeitz – viel Musik, viele Bands.
Chance für Newcomer und Lust auf altbekannte Legenden.
Mit dabei: Whatevs, brandneu, auch wenn die einzelnen Mitglieder der Band schon erprobte Musiker sind. Ihr spiel haben sie in Zeitzer Musikschulen gelernt, verfeinert und erprobt in verschiedenen Projekten. Am Samstagabend rockten sie die Kramerstraße und sorgten, gemeinsam mit dem DUO S&M unzensiert für gute Laune beim 25. Geburtstag des 1. FC Zeitz.

 

Einfach gemeinsam Kultur erleben

Ein paar fotografische Eindrücke von Marianne Mächtig von einem fantastischen Theaterabend – “Inklusion im Rampenlicht”

Von Augen auf bis Gute Nacht

Musik, die die Tageszeiten beschreibt – vom Morgen über den Mittag und Abend bis zur Nacht?

Die gibt es. Und die Kantorei Zeitz brachte sie am 5. Mai in der Michaeliskirche zu Gehör. Georg Philipp Telemann schuf einen Kantatenzyklus, der in Arien, Rezitativen und Chören durch alle vier Tageszeiten führt.
1757 wurde es uraufgeführt, nun war es in Zeitz nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen. Dabei hatte Kantorin Johanna Schulze das Werk auf raffinierte Weise ergänzt. Jede Tageszeit wurde durch eine Orgelimprovisation eingeleitet. Organist Hans Christian Martin sorgte dafür, dass das erste Gezwitscher eines neuen Tages genauso zu hören war wie das Flimmern in der Mittagssonne oder die ausklingende Geschäftigkeit des Abends vor dem inneren Auge auftauchten. Glockenschläge läuteten zeitgleich die neue Tageszeit ein und je ein Bild aus Zeitz stimmte auch die Augen in der gut besuchten Michaeliskirche auf die rechte Stimmung ein.
Nach je einem einleitenden Chorgesang – ebenfalls durch Kantorin Schulze der jeweiligen Kantate geschickt vorangestellt, malten die Sopranistin Hanna Schmal, Altistin Nora Rutte, der  Tenor Stephan Kelm und Bassist Till Malte Mossner in Arien und Rezitativen das Besondere der Tageszeit in die Ohren. Die Kantorei beschloss mit fein abgestuftem, klarem Gesang die jeweilige Stunde von Morgen bis Nacht. Das Reussische Kammerorchster tat ein übriges, den Tag nicht nur in die Ohren, sondern in die Herzen hinein klingen und schwingen zu lassen.
So wurde der 5. Mai für die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer zu einem besonderen Erlebnis, das auch in die kommenden Tage hinein noch klingen dank dieser wunderbaren Aufführung eines großartigen Werkes durch großartige Musiker und Sänger.

Wenn’s leuchtet in der Nacht

… dann ist wohl Lichterfest in Zeitz, sogar am Starwarstag bei Wintereinbruch.
Schön war’s, bunt, farbenfroh, fröhlich

Kindern eine Chance – UNICEF-Gala in Zeitz

Eine fantastische Gala hatte die UNICEF Arbeitsgruppe Zeitz da am 31. März auf die Beine gestellt – und namhafte Künstlerinnen und Künstler, kleine und große, alte Bühnenhasen und werdende Stars hatten zugesagt, diese Gala mitzugestalten.
Der Oberstufenchor des Geschwister-Scholl-Gymnasiums ist schon lange über die Mauern des GSG hinaus bekannt für seine ausgezeichneten Konzerte. Wer exzellente Gitarrenmusik liebt, der kommt am Zeitzer Gitarrenensemble nicht vorbei. Die Darbietungen der Zeitzer Ballettschule sind eine Augenweide. Erst vor drei Wochen waren Karabambini und der Kinderchor der Grundschule Elstervorstadt mit ihrem Musical “Der kleine Tag” zu erleben – als Mitwirkende beim Ensemble MU-TH. Und Gisela und Hubert Reimann sind immer für ein Bühnenspäßchen zu haben – ob mit Gesang oder in kabarettistischen Einlagen.
Im ersten Teil waren all diese Künstlerinnen und Künstler zu erleben und der Vorsitzende der Zeitzer UNICEF-Gruppe, Roland Braune, konnte in seiner Rede zwischen den beiden Programmblöcken großen Dank aussprechen – für die Unterstützung der Arbeit von UNICEF, für die Spenden zur Gala, für Zeit und Kraft, die die Künstler hier einsetzen. Die Zeitzer Arbeitsgruppe durfte in diesem Jahr Jubiläum feiern. Seit 25 Jahren gibt es die lokale Arbeitsgruppe. Und der besondere Dank dafür kam denn auch in Form einer Urkunde bei den Mitgliedern an.
Den zweiten Teil gestalteten die “Saitlinge und Singers”. Urgestein ist die Kleinkunstband mit Heimat in Bockwitz, die seit 2017 vor allem mit Liedern von Gerhard Gundermann unterwegs ist und mit ihrem Programm das Publikum im Zeitzer Capitol begeisterte.
Der Reinerlös der Gala kommt UNICEF-Projekten unter der Überschrift “Kinder in Not” zugute. Ein gutes Zeichen, dass sich so viele auf und hinter den Kulissen, mit Spenden und nicht zuletzt als Gäste der Gala für Kinder in aller Welt einsetzen und zeigen, dass ihr Blick weit über die eigenen Grenzen hinausgeht.

Fahr mal wieder U-Bahn

Am 24. Februar verwandelte sich das Capitol Zeitz in das Berlin der 80er Jahre. In den U-Bahnhöfen und den Wagen der Linie 1 zwischen Wittenbergplatz und Schlesischem Tor tummelten sich die Jugendlichen der Theatergruppe “Karambolage” und ließen ein Stück Zeitgeschichte lebendig werden aus den Tagen, als Berlin die einzige Stadt der Welt war, in der in allen Richtungen Osten lag.
Penner, Punker, kleine und große Stars, Desillusionierte und Träumer, Reich und Arm und alles dazwischen – überaus lebendig war der quirlige Mikrokosmos der Linie 1, in der sich alles verdichtet einfand, was Berlin ausmacht. Die Jugendlichen schlüpften in die verschiedensten Rollen und entführten die Zuschauerinnen und Zuschauer unmerklich in diese andere Welt voller Komik, Tragödie und viel kleinem Glück. Drei Stunden, die wie im Zug vergingen (U-Bahn, nicht Flugzeug…).
Für die gute Laune sorgte im Hintergrund eine kleine, aber feine Combo, die in bewährter Weise das Spiel der Jugendlichen live begleitete. Alles unter der Leitung von Rotraud Denecke und Thomas Volk und vor dem fantastischen Bühnenbild von Marianne Mächtig, die auch die Fotos für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt hat.
Fahr mal wieder U-Bahn. Vielleicht sogar mal in der “1” auf den Spuren des Musical?

 

Einfach nur so

… war das Schülerkonzert überschrieben, zu dem Rotraud Denecke und vier ihrer Schülerinnen der Musikschule Klangkiste eingeladen hatten. In der Kulturvilla fanden sich Eltern, Großeltern und Interessierte ein, um dem zu lauschen, was Hanna, Helene, Luza und Clara einstudiert hatten und nun zur großen Freude aller darboten. Vom “einfachen” Volkslied über klassische Kompositionen bis zu Auszügen aus Musicals und Oper war alles dabei. Die Hochzeit des Figaro, May Fair Lady und die aktuelle Produktion Linie 1, die in wenigen Wochen Premiere hat, waren vertreten.
Einfach nur so. Aber das war alles andere als einfach nur so. Ein wunderbarer, kurzweiliger Nachmittag in der Kulturvilla.

Wenn 120 Stimmen jauchzen

… dann ist wohl Weihnachtsoratorium.

Am 8. Dezember führte die Kantorei Zeitz unter Leitung von Johanna Schulze gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Evangelischen Grundschule und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Zeitz sowie der CJD Christophorusschule Droyßig auf. Musikalisch begleitet wurden sie von Musikern des Reußischen Kammerorchesters Gera und den Solisten Sara Mengs (Sopran), Marlen Herzog (Alt), Christoph Pfaller (Tenor) und Philipp Goldmann (Bass).

Bevor das “große” Oratorium gespielt wurde, erlebten viele Kinder und Erwachsene das “Weihnachtsoratorium für Kinder”. Hubert Reimann als Hirte erzählte die Weihnachtsgeschichte und verband die einzelnen Szenen mit Stücken aus dem bekannten Werk Johann Sebastian Bachs. So begab er sich auf die Suche nach dem passenden  Instrument für einen König. Flöte? Oboe? Fagott? Vielleicht Streicher? Spielerisch-erzählerisch entdeckten die Zuhörer, wie genau Bach sich die Instrumente ausgesucht hatte, um die jede Szene der Geburtsgeschichte Jesu für die Ohren sichtbar zu machen.

Vor voller Kirche dann erklangen die berühmten Chöre und Arien von “Jauchzet, frohlocket” über “Bereite dich Zion”  oder der “Hirtensinfonie” bis zum Schlusschor “Herrscher des Himmels”. Johanna Schulze hatte einige Überraschungen eingebaut und nutze die Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler, um besondere Akzente zu setzen. Und als Zugabe nach dem langen und wohlverdienten Applaus sangen Kinder, Jugendliche und Erwachsene noch drei Strophen des Weihnachtsliedes “Es ist ein Ros entsprungen”.
“Jetzt ist Advent!” Was einer der Sänger sagte, gilt vermutlich für viele, die dieses großartige Konzert miterleben durften.

Adventsmarkt auf gutem Grund

Am 7. Dezember hatte die Evangelische Grundschule Zeitz zum Adventsmarkt eingeladen. Schülerinnen und Schüler hatten mit den Mitarbeitern allerhand vorbereitet, das Auge und Ohr erfreute und auch zum Mitnehmen und Weiterverschenken geeignet war.