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Schwere Jungs und leichte Mädchen in Zeitz

Ein Spiel von Liebe und Leidenschaft, Spielsucht und Seelenheil und allerlei Verwirrungen konnten die Zuschauer in den Zeitzer Klinkerhallen am Samstagabend erleben. Es war Premiere für das Musical “Guys And Dolls”, das die Guys und Dolls von MU-TH und Karambolage auf die Bühne brachten.

Glücksspiel trifft auf Heilsarmee, zwischen Bet-Saal und El Cafe Cubano entflammt die Liebe zwischen Sarah Brown, Sergeant der Heilsarmee, und dem wettfreudigen Frauenhelden Sky Masterson. Ob das gut geht? Eine berechtigte Frage, die auch die Beziehung zwischen der Tänzerin Adelaide und dem Würfelspieler Nathan Detroit beschreibt. Als dann noch der Gangster Big Jule auftaucht, wird es überaus spannend.

MU-TH und Karambolage ließen New York zwischen Glamour und Glücksspiel lebendig werden und begeisterten mit viel Witz, hervorragenden Choreografien, fantastischen Gesangsnummern und einem einfach wunderbar verrückten Stück. Und ihre Begeisterung im Stück steckte die Gäste in der vollbesetzten Klinkerhalle. Wer möchte da nicht mitmischen?

Backstage
Rotraud Denecke (Theaterpädagogik), Thomas Volk (musikalische Leitung), Marianne Mächtig (Bühnemmalerei), Jürgen Sträßer (Bühnenbauten) sowie viele Mitwirkende an Nadel und Faden, Saiten und Pfeifen, Kaffee und Wurst 🙂

Swing vom Feinsten

Den gibt’s, wenn das Zeitzer Klarinetten- und Saxofon-Ensemble tief einatmet und dann loslegt – so, wie am 26. Oktober in der Michaeliskirche. Anlass war der “Geburtstag 20 plus” des Ensembles. Unter der Leitung von Hubert Beck spielten die Musikerinnen und Musiker vor einem begeisterten Publikum und verführten manchen Finger zum Schnipsen, manches Bein zum Wippen – und wohl auch den einen oder die andere zum Mitsummen. Wie im Flug verging die Zeit und allzu schnell war ein hervorragendes Konzert zu Ende. Der Spenden-Erlös des Konzerts stellten die Musiker der Sanierung der Stephaniskirche zur Verfügung, die auch schon Gastgeber für die beschwingten Klänge war – und gewiss auch wieder sein wird.
Na dann. 1 – 2 – 1 2 3 4.

Sinfonisches Konzert mit viel Wow!

Wahrhaft ein Konzert mit Wow-Effekt erlebten die Gäste im Naumburger Dom am Samstagabend.
Der Naumburger Domchor und der Domchor Meißen hatten sich das Te Deum von Antonín Dvořák vorgenommen, eine Herausforderung für Chöre, Musiker und die Leitung. Die lag in den Händen von Domkantor KMD Jan-Martin Drafehn, der den großen Chor und das gewaltige Orchester – die Elbland Philharmonie Sachsen – zielsicher führte.
Eröffnet wurde das Sinfonische Konzert mit dem Hymnus Nun danket alle Gott von John Rutter. Festlicher könnte ein Auftakt kaum sein, erklangen doch strahlend Trompeten, Posaunen, Tuba, Orgel und das ganze Orchester gemeinsam mit dem Chor. Nicht weniger festlich war die Symphonie für Orgel und Orchester op. 42 von Alexandre Guilmant, mit der sich Werner Koch (Regionalmusiker an der Herz-Jesu-Pfarrei Rostock) an der Orgel den Zuhörerinnen und Zuhörern vorstellte. Die beiden Solisten des Abends, Friederike Beykirch (Sopran, Weimar) und Daniel Blumenschein (Bass, Leipzig) sangen sich den Gästen im vollbesetzten Dom mit Dvořáks Biblische Lieder op. 99 ins Herz.
Mit diesen herausragenden Werken war das Te Deum bestens vorbereitet, denn es vereint die ganze Bandbreite der großen Musik und der zarten Töne in sich. Chor, Solisten und Orchester boten diesen großen, großartigen Lobgesang Gottes in einer Weise das, die kein Herz unberührt ließ. Wow-Effekt? Das ist noch untertrieben für diesen wunderbaren Konzertabend im Naumburger Dom.

Von Bruce bis Falco

Zwei Superstars auf der Bühne der Landesgartenschau in Frankenberg.
Naja. Sie waren nicht ganz echt, Bruce Springsteen und Falco, aber ihre covernden Kollegen waren super:
The East Streat Band und Falco Platinum aus Wien.

Schwarzbiernacht – die Musik- und Partynacht in Zeitz

Ein paar Eindrücke von einem vielfältigen bunten Programm.

Whatevs auf Schwarzbier

Schwarzbiernacht in Zeitz – viel Musik, viele Bands.
Chance für Newcomer und Lust auf altbekannte Legenden.
Mit dabei: Whatevs, brandneu, auch wenn die einzelnen Mitglieder der Band schon erprobte Musiker sind. Ihr spiel haben sie in Zeitzer Musikschulen gelernt, verfeinert und erprobt in verschiedenen Projekten. Am Samstagabend rockten sie die Kramerstraße und sorgten, gemeinsam mit dem DUO S&M unzensiert für gute Laune beim 25. Geburtstag des 1. FC Zeitz.

 

Alle oder keiner

Fantastisch. Bewegend. Mitreißend. Ein Erlebnis-Kirchen-Abend der Extraklasse am 25. Mai 2019.
Saitlinge & Singers spielen und singen Lieder von Gerhard Gundermann – direkt ins Herz. Und der Film “Gundermann” tut sein übriges, eine kaum zu beschreibende Stimmung zu erzeugen. Keiner, der von den Worten nicht berührt war. Keiner, den die Musik nicht angesteckt hat. Und der Film? Weckt Erinnerungen an vergangene Tage, die für viele Gäste des Abends Teil ihres Lebens sind. Für andere – Zugezogene, später Geborene – eine Chance, etwas von dem zu erahnen, was Menschen bewegt, die sagen können: “Hier bin ich geboren.”
Danke für den Film! Und Danke für eure Musik!

Von Augen auf bis Gute Nacht

Musik, die die Tageszeiten beschreibt – vom Morgen über den Mittag und Abend bis zur Nacht?

Die gibt es. Und die Kantorei Zeitz brachte sie am 5. Mai in der Michaeliskirche zu Gehör. Georg Philipp Telemann schuf einen Kantatenzyklus, der in Arien, Rezitativen und Chören durch alle vier Tageszeiten führt.
1757 wurde es uraufgeführt, nun war es in Zeitz nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen. Dabei hatte Kantorin Johanna Schulze das Werk auf raffinierte Weise ergänzt. Jede Tageszeit wurde durch eine Orgelimprovisation eingeleitet. Organist Hans Christian Martin sorgte dafür, dass das erste Gezwitscher eines neuen Tages genauso zu hören war wie das Flimmern in der Mittagssonne oder die ausklingende Geschäftigkeit des Abends vor dem inneren Auge auftauchten. Glockenschläge läuteten zeitgleich die neue Tageszeit ein und je ein Bild aus Zeitz stimmte auch die Augen in der gut besuchten Michaeliskirche auf die rechte Stimmung ein.
Nach je einem einleitenden Chorgesang – ebenfalls durch Kantorin Schulze der jeweiligen Kantate geschickt vorangestellt, malten die Sopranistin Hanna Schmal, Altistin Nora Rutte, der  Tenor Stephan Kelm und Bassist Till Malte Mossner in Arien und Rezitativen das Besondere der Tageszeit in die Ohren. Die Kantorei beschloss mit fein abgestuftem, klarem Gesang die jeweilige Stunde von Morgen bis Nacht. Das Reussische Kammerorchster tat ein übriges, den Tag nicht nur in die Ohren, sondern in die Herzen hinein klingen und schwingen zu lassen.
So wurde der 5. Mai für die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer zu einem besonderen Erlebnis, das auch in die kommenden Tage hinein noch klingen dank dieser wunderbaren Aufführung eines großartigen Werkes durch großartige Musiker und Sänger.

Suche Frieden in Neustadt

Man kann ihn auch andernorts suchen, aber am 6. April gastierte der Kammerchor Zeitz in der Johanniskirche in Neustadt/Orla mit seinem Programm “Suche Frieden”.
Kantorin Johanna Schulze hatte dazu Werke ausgesucht, die sich von unterschiedlichen Seiten dem Thema annähern. Martin Luthers “Verleih uns Frieden gnädiglich” eröffnete das Programm, dessen musikalischen Rahmen dann Mendelssohns Vertonung des Lutherschen Textes bildete. Ob inniges “Gebet für Sopran und Klavier” (Ferdinand Hiller) oder großes Chorwerk wie “Wer bis an das Ende beharrt” (Felix Mendelssohn Bartholdy), Männerchor “Herr, deine Güte” (Eduard August Grell), lateinisch-klösterlich anmutendes “Ubi  Caritas” (Maurice Duruflé), englisch-reformatorisches “If ye love me” – immer wieder stellten sich der Kammerchor und die Solisten Marit Exler, Julia Fichtner und Norman Neitz neuen klanglichen Herausforderungen und luden die Zuhörer ein, dem Frieden nachzuspüren. Zu den gesanglichen Darbietungen gesellten sich Stücke für Orgel (Johanna Schulze, Marit Exler), Blockflöte (Johanna Schulze) und Violoncello (Niklas Makowski) mit Werken aus den Federn von Georg Friedrich Händel und Wolfgang Amadeus Mozart. Ein Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch (Nr. 426) – “Es wird sein in den letzten Tagen” (Walter Schulz/Manfred Schlenker) – verknüpfte zu Beginn des Konzerts die Verheißung aus Jesaja 2 (Schwerter zu Pflugscharen) mit der Gegenwart: Der Ausblick auf Gottes Zukunft gibt hier Mut, Kraft und Fantasie, um schon jetzt am Frieden Gottes mitzuarbeiten. Zum Schluss malten die Sängerinnen und Sänger klanglich aus, wie es “Im Himmelreich” (Edvard Grieg) sein wird.
An vielen Stellen hatten die Gäste die Möglichkeit, an die Bilder von Frieden, Liebe, Güte anzuknüpfen. Und ganz gewiss gehört zu diesem Frieden eines dazu: Musik, die vom Frieden kündet, ihn in Herzen hinein singt und den Weg begleitet.

Danke Wolfgang Hartmann für die Arbeit an der Kamera.

Kindern eine Chance – UNICEF-Gala in Zeitz

Eine fantastische Gala hatte die UNICEF Arbeitsgruppe Zeitz da am 31. März auf die Beine gestellt – und namhafte Künstlerinnen und Künstler, kleine und große, alte Bühnenhasen und werdende Stars hatten zugesagt, diese Gala mitzugestalten.
Der Oberstufenchor des Geschwister-Scholl-Gymnasiums ist schon lange über die Mauern des GSG hinaus bekannt für seine ausgezeichneten Konzerte. Wer exzellente Gitarrenmusik liebt, der kommt am Zeitzer Gitarrenensemble nicht vorbei. Die Darbietungen der Zeitzer Ballettschule sind eine Augenweide. Erst vor drei Wochen waren Karabambini und der Kinderchor der Grundschule Elstervorstadt mit ihrem Musical “Der kleine Tag” zu erleben – als Mitwirkende beim Ensemble MU-TH. Und Gisela und Hubert Reimann sind immer für ein Bühnenspäßchen zu haben – ob mit Gesang oder in kabarettistischen Einlagen.
Im ersten Teil waren all diese Künstlerinnen und Künstler zu erleben und der Vorsitzende der Zeitzer UNICEF-Gruppe, Roland Braune, konnte in seiner Rede zwischen den beiden Programmblöcken großen Dank aussprechen – für die Unterstützung der Arbeit von UNICEF, für die Spenden zur Gala, für Zeit und Kraft, die die Künstler hier einsetzen. Die Zeitzer Arbeitsgruppe durfte in diesem Jahr Jubiläum feiern. Seit 25 Jahren gibt es die lokale Arbeitsgruppe. Und der besondere Dank dafür kam denn auch in Form einer Urkunde bei den Mitgliedern an.
Den zweiten Teil gestalteten die “Saitlinge und Singers”. Urgestein ist die Kleinkunstband mit Heimat in Bockwitz, die seit 2017 vor allem mit Liedern von Gerhard Gundermann unterwegs ist und mit ihrem Programm das Publikum im Zeitzer Capitol begeisterte.
Der Reinerlös der Gala kommt UNICEF-Projekten unter der Überschrift “Kinder in Not” zugute. Ein gutes Zeichen, dass sich so viele auf und hinter den Kulissen, mit Spenden und nicht zuletzt als Gäste der Gala für Kinder in aller Welt einsetzen und zeigen, dass ihr Blick weit über die eigenen Grenzen hinausgeht.