'Kunst und Kultur' Category

600 Jahre und ein Haus

… in the middle of our street
… in diesem ehrenwerten Haus

Ein Museumshaus, das 600 Jahre Geschichte in sich trägt – vom Keller bis zum Dachboden.

Ozean im Haus

Immer einen Besuch wert: das Ozeaneum in Stralsund

Heilgeist- und Jakobikirche Stralsund

Die eine ist Kirche, die andere dient der Kultur.
Jakobi beherbergt Kunst aller Art. Und Heilgeist (tatsächlich ohne “ig”) beherbergt u.a. ein Vaterunser auf Plattdeutsch.

Nikolaikirche Stralsund – die Prächtige

Marienkirche Stralsund – die Mächtige

Sinfonisches Konzert mit viel Wow!

Wahrhaft ein Konzert mit Wow-Effekt erlebten die Gäste im Naumburger Dom am Samstagabend.
Der Naumburger Domchor und der Domchor Meißen hatten sich das Te Deum von Antonín Dvořák vorgenommen, eine Herausforderung für Chöre, Musiker und die Leitung. Die lag in den Händen von Domkantor KMD Jan-Martin Drafehn, der den großen Chor und das gewaltige Orchester – die Elbland Philharmonie Sachsen – zielsicher führte.
Eröffnet wurde das Sinfonische Konzert mit dem Hymnus Nun danket alle Gott von John Rutter. Festlicher könnte ein Auftakt kaum sein, erklangen doch strahlend Trompeten, Posaunen, Tuba, Orgel und das ganze Orchester gemeinsam mit dem Chor. Nicht weniger festlich war die Symphonie für Orgel und Orchester op. 42 von Alexandre Guilmant, mit der sich Werner Koch (Regionalmusiker an der Herz-Jesu-Pfarrei Rostock) an der Orgel den Zuhörerinnen und Zuhörern vorstellte. Die beiden Solisten des Abends, Friederike Beykirch (Sopran, Weimar) und Daniel Blumenschein (Bass, Leipzig) sangen sich den Gästen im vollbesetzten Dom mit Dvořáks Biblische Lieder op. 99 ins Herz.
Mit diesen herausragenden Werken war das Te Deum bestens vorbereitet, denn es vereint die ganze Bandbreite der großen Musik und der zarten Töne in sich. Chor, Solisten und Orchester boten diesen großen, großartigen Lobgesang Gottes in einer Weise das, die kein Herz unberührt ließ. Wow-Effekt? Das ist noch untertrieben für diesen wunderbaren Konzertabend im Naumburger Dom.

Gesangbuch von Bach bis Zeitz

500 Jahre Pfarrbibliothek St. Michael Zeitz

Zum kleinen Auftakt des großen Jubiläums der Bibliothek, die in der Michaeliskirche Zeitz beheimatet ist, hielt am Montagabend Kai-Uwe Schmidt einen Vortrag über Zeitzer Gesangbücher. Schon im 17. Jahrhundert entstanden in Zeitz solche Drucke, die es der Gemeinde zunehmend ermöglichen sollten, vermehrt im Gottesdienst – und auch im Hausgebrauch – zu singen und geistliches Leben zu gestalten.

Interessante Tatsachen erfuhren die Gäste des Vortrages. So etwa, dass es Gesangbücher mit über 1.000 enthaltenen Liedern gab. Das aktuelle Gesangbuch der Evangelischen Kirche, das “EG”, hat 535 Lieder (ohne die Anhänge, die in manchen Landeskirchen beigefügt sind). Am Gesangbuch von 1736 (Musicalisches Gesang-Buch), das der Zeitzer Schlosskantor Georg Christian Schemelli herausgegeben hatte, hat Johann Sebastian Bach mitgewirkt. Frühe Ausgaben waren mit begleiteten Worten versehen, etwa vom zuständigen Superintendenten. Besonders auch sind die Kupferstiche der Stadt Zeitz, die etliche Gesangbücher eröffneten. Sie zeigen durch ihre zweierlei Art ein Stück Stadtentwicklung.
Den Vortrag von Kai-Uwe Schmidt ergänzten Carolin Drescher und Julia Fichtner von der Kunstgutgruppe der Kirchengemeinde mit Beiträgen zu den Gesangbüchern bzw. Auszügen aus einem Rückblick eines Chorknaben auf seine aktive Zeit im “Oberchor”.

Im Anschluss waren die Gäste eingeladen, die Ausstellung der Bücher in der Sakristei zu besuchen und sie machten davon regen Gebrauch. Gab es doch allerhand zu entdecken.
Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Oktober zu sehen.

Am Samstag, 7. September 2019 findet der eigentliche Festakt zum 500-jährigen Bestehen der Pfarrbibliothek statt. Beginn ist um 15 Uhr und es besteht Gelegenheit, Kirche, Bibliothek und natürlich die Gesangbuchausstellung zu besichtigen, Führungen mitzumachen und allerhand zu entdecken.

If Paradise is in Zeitz

Was und wie das Paradies ist, darüber lässt sich streiten.
Aber das Projekt IPIHAN (if paradise is half as nice) bringt zusammen, an was man bei Paradies wohl nicht zuerst denkt – Kunst aus Vergangenem und Vergänglichem in verlorenen Orten. Manches ist eigenartig schön, anderes verwirrt, regt zum Nachdenken an. Ein faszinierendes Projekt – 2019 in der ehemaligen Kosmetikfabrik ZITZA in Zeitz.

Parade der Kinderwagen

Fantastisch. Einfach fantastisch war, was Kinder und Jugendliche vom Projekt Rebels for Peace am Samstag bei der “Parade der Kinderwagen” in Zeitz präsentierten. In Workshops hatten sie gemeinsam mit Mitarbeitern des Haus der Jugend und des Upsala Zirk St. Petersburg/Upsala e.V. nicht nur akrobatische Darbietungen vorbereitet, mit denen das Festival im Goethepark begann.
Auf der Route durch die Stadt wurde getrommelt, gab es “Fenstertheater” und allerlei wunderliche Fabelwesen zu sehen. Einige Kinderwagen waren mit auf Tour, wunderlich gestaltet oder gefüllt mit Äpfeln. Nach Stationen auf dem Altmarkt, in der Scharrenstraße, im Hof der Moritzburg und an der Unteren Promenade endete das Festival mit einem Picknick auf den Elsterwiesen.
Ziel des Projekts ist es, Kinder und Jugendliche miteinander ins Gespräch zu bringen, Gemeinschaft zu erleben und aktiv zu gestalten – Jugendliche aus Kriegs- und Krisengebieten und Jugendliche aus Deutschland und Russland. Fantastisch. Einfach fantastisch. Und möglich! Kultur verbindet. So geht Leben in einer Welt, die eben nur eine ist.

Neugierige Engel in der Kirche

Ihnen fehlt nur noch das Fensterbrett zum Auflegen der Ellebogen 🙂
In der Draschwitzer Kirche jedenfalls haben sie was zu gucken.