'Kirchenkreis NMB-ZZ' Category

Profens steinernes Schatzkästchen

Die 500 Jahre alte Kirche in Profen birgt so manche kostbare Ausgestaltung. Ein Blick hinein lohnt allemal.

Einblicke in eine Verschlossene

Die Naundorfer Kirche ist seit vielen Jahren geschlossen.
Ein paar Eindrücke und Ansichten einer Vergessenen.

Der Altmarkt gospelt

Voller Menschen war der Altmarkt in Hohenmölsen am 2. Juni 2018. Kein Wunder: Die zweite Auflage des Gospel Open Airs stand auf dem Kalender. Eingeladen hatten die Kirche in der Region Nördliches Zeitz sowie der Gospelchor Celebrate.
Special guest in diesem Jahr: Adrienne Morgan Hammond, begleitet am Piano von ihrem Mann Marco. Nach dem kurzweiligen Auftakt von Celebrate rockte die Gospeldiva den Altmarkt. Ein Feuerwerk guter Laune, Nachdenkliches, bekannte Stücke und Eigenkompositionen begeisterten die rund 300 Gäste, die bei zunehmend strahlendem Sonnenschein gekommen waren.
Vor Beginn des Open Airs feierte das Kirchspiel Hohenmölsen-Land einen Gottesdienst zum Gemeindefest in der Stadtkirche St. Peter, bei dem zwei neue Gedenktafeln für den Gedenkraum für die überbaggerten Orte des Braunkohlereviers enthüllt wurden. Und im Anschluss an das Konzert ging das Fest noch eine ganze Weile weiter, wobei noch so manche Melodie durch die Köpfe und über die Lippen kam. Gospel – Gute Nachricht, die nicht still sein lässt.

Im Himmel, im Tempel und noch viel näher

Zum Gottesdienst am Himmelfahrtstag waren viele Junge und Alte in die Marienkirche am Dom in Naumburg gekommen. “Wie nah ist Gott?” war eine der Fragen, denen die Gemeinde nachspürte. Er passt ja nicht in einen Tempel oder in eine Kirche. Das musste schon König Salomo feststellen, der den Tempel in Jerusalem gebaut hatte. Was er aber in seinem Gebet zur Einweihung des Tempels aussprach, macht deutlich: Gott ist viel näher. Er ist nur ein Gebet weit entfernt – also unmittelbar bei jedem, der ihn sucht und nach ihm fragt.
Nach dem Gottesdienst, in dem auch der Schulchor der Domschule Sankt Martin mitwirkte, schickten die Feiernden Grußkarten per Luftballon in den Himmel. Und sie warten gespannt, wer die Karten findet und vielleicht mit einem eigenen Gruß antwortet. Unter strahlend blauem Himmel gab es dann noch Roster und verschiedene Suppen, mit denen sich alle stärken konnten. Gespräche, Spiele, einfach den Anblick schönen Doms genießen – der Himmel war jedenfalls auf vielfältige Weise ziemlich nah an diesem Morgen.

Himmelblau über Peter und Paul

Im schönsten Sonnenschein leuchtet der Naumburger Dom
und leuchtet es in der Marienkirche am Dom
zum Familiengottesdienst am 10. Mai.

 

Geschützt: Konvent mit Mehrwert

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein:

Welturaufführung in der Naumburger Marienkirche

1654: der französische Mathematiker, Physiker, Literat und christlicher Philosoph Blaise Pascal hat eine mystische Erfahrung. Er bringt sie zu Papier in einem Mémorial, einem Erinnerungsblatt, das er fortan bei sich trägt.
2009: der Naumburger Kantor i.R. Reinhard Ohse vertont den Text dieses Mémorial in einem kirchenmusikalischen Kleinod.
6. Januar 2018: In der Marienkirche am Dom in Naumburg erklingt das “Memorial” des Blaise Pascal in einer Welturaufführung durch den Naumburger Domchor und das Kammerorchester Halle, Anne Richter (Sopran) und Dorothea Greßler (Orgel) unter der Leitung von KMD Jan-Martin Drafehn.

Eingebunden war die Uraufführung des Werkes in den Epiphaniasgottesdienst.
“Gott kommt zu uns.” Dieser Gedanke steht über dem ganzen Weihnachtsgeschehen und besonders noch einmal über dem Epiphaniasfest, an dem die orthodoxen Kirchen Weihnachten feiern und evangelische und katholische Kirchen an den Besuch der Weisen beim neugeborenen König, dem Gottes- und Menschensohn Jesus erinnern. In seiner Predigt ging Domprediger Michael Bartsch auf das Leben und das Memorial Pascals ein. Gott lässt sich nicht beweisen oder erklären. Gott kommt zu den Menschen und begegnet ihnen. Er macht sich erfahrbar. In den Worten der Weihnachtsgeschichte: “Euch ist heute der Heiland geboren.” Dem nachzudenken und nachzupüren waren Musik und der gesamte Gottesdienst eine Einladung zum Ausklang der Weihnachtstage.

Advent. Ankunft erwartet!

Am Vorabend des ersten Adventssonntages gestalteten der Chor der Evangelischen Domschule St. Martin und die Naumburger Domsingschule die 1. Musikalische Adventsvesper 2017 im Naumburger Dom. Musik, Lesungen und Gedanken zum 1. Advent luden zum Verweilen und Nachdenken ein.
Advent – Erwarten wir noch etwas?

Jesu, meine Freude

Im herbstlichen Grau ein wahrlich farbenfroher Lichtblick – das war das Konzert des Kammerchores Zeitz am 11. November 2017 in der Michaeliskirche in Zeitz.
Unter der Überschrift “Jesu, meine Freude” erklangen solistische und chorische Werke von Komponisten aus vier Jahrhunderten – von Caccini über Bach, Händel, Mendelssohn und Rheinberger bis Grieg. Nach dem eröffnenden Chorgesang “Verleih uns Frieden” folgten “Er weidet seine Herde” (aus dem Messias), zwei Marienlieder und ein Kyriegesang, interpretiert von Marit Exler. Mit Toccata und Fuge d-Moll begeisterte Clemens Bosselmann die rund 80 Zuhörenden wieder einmal auch als hervorgagender Organist.
Das Hauptwerk des Konzertes, auf das alles ausgerichtet war, gab dem ganzen seinen Namen: “Jesu, meine Freude”. Johann Sebastian Bach hat diese Motette in seiner Leipziger Zeit komponiert. Ihr zugrunde liegen der gleichnamige Choral aus der Feder von Johann Franck (Text) und Johann Crüger (Musik) sowie Bibelworte aus dem Römerbrief.
Die “Bilder”, die Johann Sebastian Bach in seiner Motette musikalisch malt und mit denen er die Worte von Liederdichter und Apostel einkleidet, brachte der Kammerchor ausdrucksstark und voller Leidenschaft zum Klingen. Glaubensgewissheit, trotziger Mut, Geborgenheit in Gottes unumstößlichen Zusagen und Verheißungen – der Kammerchor ließ dieses musikalische Glaubensbekenntnis sehr lebendig werden.

Bachs Luther in Zeitz

2017 luthert es überall, auch musikalisch – so auch in der in der heimlichen Lutherstadt Zeitz.
Ein besonderes Konzertereignis und kirchenmusikalisches Glanzlicht war die Aufführung dreier Bachkantaten am 29. Oktober in der Michaeliskirche in Zeitz. Johann Sebastian Bach hatte sie zu Chorälen Martin Luthers komponiert.

Die Kantorei Zeitz und das Reußische Kammerorchester ließen die Kantaten “Gott, der Herr, ist Sonn und Schild”, “Aus tiefer Not schrei ich zu dir” und “Ein feste Burg ist unser Gott” erklingen. Als Solisten wirkten Kathleen Ziegner (Sopran), Lena-Carina Traupe (Alt), Oliver Kaden (Tenor) und Dirk Schmidt (Bass) mit.

Unter der musikalischen Leitung von Kantor Clemens Bosselmann wurden die Zuhörer hineingenommen in Gedanken, die den Reformator bewegten: die Suche nach einem gnädigen Gott und die Entdeckung von Gottes großer Güte; Dankbarkeit und Freude über Gottes Erbarmen und Schutz; befreiende Gewissheit trotz mancher Anfechtung.

Bach’s Luther in Zeitz – die Verbindung von Luthers Sprachkraft und Bachs musikalischem Genie berührte die Herzen der Zuhörenden, die ihren Dank für die Aufführung in lang anhaltendem Applaus zum Ausdruck brachten.