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Der Morgenstern ist aufgedrungen

… und die Weisen aus dem Morgenland sind beim Christuskind angekommen – am Epiphaniastag.

Grund genug, zum Epiphaniassingen in die Zeitzer Michaeliskirche einzuladen.
Unter liturgischer Leitung von Pfarrer Jürgen Pillwitz und musikalischer Leitung von Kantorin Johanna Schulze sangen Kantorei, Gemeindechor und Gemeinde viele Weihnachts- und Epiphaniaslieder, lauschten auf die Lesung von der Ankunft der Weisen (Matthäusevangelium, 2. Kapitel) und ließen sich in die Legende vom 4. König entführen.

In der Mitte liegt das Wort

Aber – in der Mitte liegt vor allem ein Baby.
Die Krippendarstellung an der Wenzelskirche in Naumburg, geschaffen von Bildhauer Stefan A. Hutter (seit 2012 wächst sie stetig an), lädt zum Staunen und Nachdenken ein. Wie gewohnt sind Maria und Josef zu sehen, Hirten, die Weisen aus dem Morgenland.
In der Mitte das Jesuskind. Allerdings nicht in einer Futterkrippe, sondern in einem aufgeschlagenen Buch. Und einer der Weisen, die vielleicht auch Könige waren, hat seine Krone abgelegt. Da ist Spurensuche angesagt – vielleicht am Anfang des Johannesevangeliums? Auch wenn der gar keine Weihnachtsgeschichte erzählt.

Open Up Wide – Adventsvesper im Dom

Noch einmal zur Ruhe kommen, Musik und Worten lauschen, die zum Nachdenken anregen – das konnten die Besucherinnen und Besucher der Musikalischen Adventsvesper im Naumburger Dom am 4. Advent.
Gestaltet wurde die Vesper vom Jugendchor der Domsingschule unter Leitung von Domkantor Jan-Martin Drafehn. Die liturgische Leitung lag in den Händen von Pfrn. Christina Lang.

Wenn 120 Stimmen jauchzen

… dann ist wohl Weihnachtsoratorium.

Am 8. Dezember führte die Kantorei Zeitz unter Leitung von Johanna Schulze gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Evangelischen Grundschule und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Zeitz sowie der CJD Christophorusschule Droyßig auf. Musikalisch begleitet wurden sie von Musikern des Reußischen Kammerorchesters Gera und den Solisten Sara Mengs (Sopran), Marlen Herzog (Alt), Christoph Pfaller (Tenor) und Philipp Goldmann (Bass).

Bevor das “große” Oratorium gespielt wurde, erlebten viele Kinder und Erwachsene das “Weihnachtsoratorium für Kinder”. Hubert Reimann als Hirte erzählte die Weihnachtsgeschichte und verband die einzelnen Szenen mit Stücken aus dem bekannten Werk Johann Sebastian Bachs. So begab er sich auf die Suche nach dem passenden  Instrument für einen König. Flöte? Oboe? Fagott? Vielleicht Streicher? Spielerisch-erzählerisch entdeckten die Zuhörer, wie genau Bach sich die Instrumente ausgesucht hatte, um die jede Szene der Geburtsgeschichte Jesu für die Ohren sichtbar zu machen.

Vor voller Kirche dann erklangen die berühmten Chöre und Arien von “Jauchzet, frohlocket” über “Bereite dich Zion”  oder der “Hirtensinfonie” bis zum Schlusschor “Herrscher des Himmels”. Johanna Schulze hatte einige Überraschungen eingebaut und nutze die Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler, um besondere Akzente zu setzen. Und als Zugabe nach dem langen und wohlverdienten Applaus sangen Kinder, Jugendliche und Erwachsene noch drei Strophen des Weihnachtsliedes “Es ist ein Ros entsprungen”.
“Jetzt ist Advent!” Was einer der Sänger sagte, gilt vermutlich für viele, die dieses großartige Konzert miterleben durften.

Adventsmarkt auf gutem Grund

Am 7. Dezember hatte die Evangelische Grundschule Zeitz zum Adventsmarkt eingeladen. Schülerinnen und Schüler hatten mit den Mitarbeitern allerhand vorbereitet, das Auge und Ohr erfreute und auch zum Mitnehmen und Weiterverschenken geeignet war.

Umkehr ins Licht

Buß- und Bettag, grau und dunkel?
Nur, weil er im November liegt.
Sonst meint Buße “Umkehr” – und zwar ins Licht, Gottes Angesicht entgegen.

So bei der Taizé-Andacht in Zeitz Aue-Aylsdorf am 21. November.

Glockenstuhl saniert – nun läutet’s wieder

… in der Kirche in Gleina (Elsteraue)

Haus voller Musik

Zum zehnten Wählitzer Hausmusiktag hatten sich zahlreiche Musizierende und Musikliebhaber eingefunden. Von Solisten bis zur großen Band war alles vertreten, was Freude daran hat, Musik zu machen und Musik zu lauschen. Ob Sting oder Gundermann, Pergolesi oder Bartholdy, ob Künstler aus Berlin, vom Kyffhäuser oder aus Zeitz – äußerst vielfältig gestaltete sich das Programm am 29. September in der Erlebnis-Kirche. Manche traten zum ersten Mal auf, andere sind schon Stamm-Musiker des HMT. Auch unter den Gästen waren etliche, für die dieses Format eine Neudentdeckung war. Andere waren gekommen, weil sie schon wussten, was sie erwartet.
“Die Musik ist eine Gabe und Geschenk Gottes, die den Teufel vertreibt und die Leute fröhlich macht”, sagte Martin Luther. Recht hat er. Der Hausmusiktag hat’s mal wieder bestätigt.

St. Michael hat ne Maus

Ach nein, es waren sogar zwei, die plötzlich beim Klang von Orgelmusik aus ihrer Ecke herauskamen. Johanna Schulze, Kantorin in Zeitz, hatte gemeinsam mit Rotraud Denecke von der Kulturvilla zur “Orgelmaus” eingeladen. In drei Vorstellungen am Montag, 24. September, konnten auf kurzweilige, unterhaltsame Weise Kinder und auch der eine oder andere Erwachsene so manches über die Orgel in der Michaeliskirche erfahren.

Rossini rockt

Nun gut, “rockt” mag nicht ganz zu Gioachino Rossini passen, aber was die Kantorei Zeitz unter der Leitung von Kantorin Johanna Schulze am 23. September in der Michaeliskirche bot, war wahrhaft großartig. Zu hören war die “Petite Messe solennelle” des italienischen Meisters, den man sonst eher in Verbindung mit Opern bringt.
Eine der Besonderheiten: Begleitet werden Chor und Solisten mit einem Flügel und mit einem Harmonium. Eine Herausforderung für Ohren, die sonst große Werke eher mit Orchesterbegleitung hören – aber eine wohltuende, faszinierende Überraschung, die zu entdecken sich lohnte.
Unterstützt wurde die Kantorei von den Solisten Sara Mengs (Sopran), Saskia Klumpp (Alt), Jeffery Paul Krüger (Tenor) und Daniel Blumenschein (Bass). Am Flügel brillierte Kyra Steckeweh und das Harmonium ließ Matthias Müller erklingen.
Für Johanna Schulze war die Messe das erste große Werk nach ihrem Stellenantritt in Zeitz. Und sie hat damit ein beeindruckendes musikalisches Zeichen gesetzt, das schon voller Spannung und Vorfreude auf die nächsten Werke warten lässt.
Kraftvoll, sanft, klar, geheimnisvoll, sphärisch klingend und irdisch tanzend sangen und spielten sich Chor und Solisten in die Herzen der rund 200 Zuhörerinnen und Zuhörer. Ob der Ruf nach Gottes Erbarmen im Kyrie, das Lob Gottes im Gloria, ob Glaubensbekenntnis oder das Lob der Engel im Sanctus – Chor und Solisten nahmen durchgehend spannungsvoll hinein in das Geschehen des Gottesdienstes – nichts anderes ist die Messe. Als der letzte Akkord nach der Friedensbitte “Dona nobis pacem”, senkte die Stille im Kirchenraum das Werk noch tiefer in die Herzen der Zuhörer. Glockenläuten hatte dass das Konzert eröffnet und stand auch am Ende. Gottesdienstliche Musik. Dann aber brach der wohlverdiente Applaus los und belohnte Musiker und besonders die Kantorin für ihre wunderbare Leistung.