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Sinfonisches Konzert mit viel Wow!

Wahrhaft ein Konzert mit Wow-Effekt erlebten die Gäste im Naumburger Dom am Samstagabend.
Der Naumburger Domchor und der Domchor Meißen hatten sich das Te Deum von Antonín Dvořák vorgenommen, eine Herausforderung für Chöre, Musiker und die Leitung. Die lag in den Händen von Domkantor KMD Jan-Martin Drafehn, der den großen Chor und das gewaltige Orchester – die Elbland Philharmonie Sachsen – zielsicher führte.
Eröffnet wurde das Sinfonische Konzert mit dem Hymnus Nun danket alle Gott von John Rutter. Festlicher könnte ein Auftakt kaum sein, erklangen doch strahlend Trompeten, Posaunen, Tuba, Orgel und das ganze Orchester gemeinsam mit dem Chor. Nicht weniger festlich war die Symphonie für Orgel und Orchester op. 42 von Alexandre Guilmant, mit der sich Werner Koch (Regionalmusiker an der Herz-Jesu-Pfarrei Rostock) an der Orgel den Zuhörerinnen und Zuhörern vorstellte. Die beiden Solisten des Abends, Friederike Beykirch (Sopran, Weimar) und Daniel Blumenschein (Bass, Leipzig) sangen sich den Gästen im vollbesetzten Dom mit Dvořáks Biblische Lieder op. 99 ins Herz.
Mit diesen herausragenden Werken war das Te Deum bestens vorbereitet, denn es vereint die ganze Bandbreite der großen Musik und der zarten Töne in sich. Chor, Solisten und Orchester boten diesen großen, großartigen Lobgesang Gottes in einer Weise das, die kein Herz unberührt ließ. Wow-Effekt? Das ist noch untertrieben für diesen wunderbaren Konzertabend im Naumburger Dom.

Gesangbuch von Bach bis Zeitz

500 Jahre Pfarrbibliothek St. Michael Zeitz

Zum kleinen Auftakt des großen Jubiläums der Bibliothek, die in der Michaeliskirche Zeitz beheimatet ist, hielt am Montagabend Kai-Uwe Schmidt einen Vortrag über Zeitzer Gesangbücher. Schon im 17. Jahrhundert entstanden in Zeitz solche Drucke, die es der Gemeinde zunehmend ermöglichen sollten, vermehrt im Gottesdienst – und auch im Hausgebrauch – zu singen und geistliches Leben zu gestalten.

Interessante Tatsachen erfuhren die Gäste des Vortrages. So etwa, dass es Gesangbücher mit über 1.000 enthaltenen Liedern gab. Das aktuelle Gesangbuch der Evangelischen Kirche, das “EG”, hat 535 Lieder (ohne die Anhänge, die in manchen Landeskirchen beigefügt sind). Am Gesangbuch von 1736 (Musicalisches Gesang-Buch), das der Zeitzer Schlosskantor Georg Christian Schemelli herausgegeben hatte, hat Johann Sebastian Bach mitgewirkt. Frühe Ausgaben waren mit begleiteten Worten versehen, etwa vom zuständigen Superintendenten. Besonders auch sind die Kupferstiche der Stadt Zeitz, die etliche Gesangbücher eröffneten. Sie zeigen durch ihre zweierlei Art ein Stück Stadtentwicklung.
Den Vortrag von Kai-Uwe Schmidt ergänzten Carolin Drescher und Julia Fichtner von der Kunstgutgruppe der Kirchengemeinde mit Beiträgen zu den Gesangbüchern bzw. Auszügen aus einem Rückblick eines Chorknaben auf seine aktive Zeit im “Oberchor”.

Im Anschluss waren die Gäste eingeladen, die Ausstellung der Bücher in der Sakristei zu besuchen und sie machten davon regen Gebrauch. Gab es doch allerhand zu entdecken.
Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Oktober zu sehen.

Am Samstag, 7. September 2019 findet der eigentliche Festakt zum 500-jährigen Bestehen der Pfarrbibliothek statt. Beginn ist um 15 Uhr und es besteht Gelegenheit, Kirche, Bibliothek und natürlich die Gesangbuchausstellung zu besichtigen, Führungen mitzumachen und allerhand zu entdecken.

10 Jahre und kein bisschen leise

Am 1. September feierten Kinder, pädagogisches Team, Eltern, Ehemalige, Freunde und manch andere einen besonderen Geburtstag in der Michaeliskirche in Zeitz. Seit 10 Jahren besteht die Evangelische Grundschule – wenn das kein Anlass ist, zu einem besonderen Fest einzuladen.
So war die Kirche zum Gottesdienst gut gefüllt. Premiere hatte in diesem Gottesdienst der stark gewachsene Schulchor, der unter Leitung von Kantorin Johanna Schulze frisch und fröhlich in den Gottesdienst einstimmte und ihn weiter mitgestaltete. Pfarrer Werner Köppen lud dazu ein, die Augen aufzumachen für das Großartige, was geschehen ist und geschieht. Schulleiterin Sigrid Buhl und der Vorsitzende des Fördervereins, Harald Rosahl, gaben Rück- und Ausblick zur Schulgeschichte.
Nach dem Gottesdienst waren die Gäste in den Michaeliskirchhof eingeladen zu Kaffee, Kuchen und Gesprächen. In der Kirche gaben ein Haus aus Bausteinen, von den Kindern gestaltet, und eine Zeitleiste mit Fotos einen Einblick in den Schulalltag und besondere Ereignisse. Zum Abschluss des Festtages gratulierte der Gospelchor Celebrate mit einem mitreißenden Konzert.

Fotos: Regina Keilholz, Matthias Keilholz

Wenn Schule so losgeht…

Mal wieder die Einschulungsfeier der Domschule fotografiert.
Immer schön.

Brot-Zeit in Gröben

Erster Gottesdienst nach dem Sommerurlaub, gleich mit einem stärkenden Thema in einer kleinen, feinen Kirche:
Brot-Zeit in Gröben. Jesus sagt: “Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.” (Johannes 6,35). Zur Begrüßung gab’s an der Tür Brot und Salz, im Gottesdienst eine kleine “Trauben-Zeit” als Unterbrechung der Predigt.
Und zum Schluss blieben noch ein paar Bilder der Gröbener Kirche in der Kamera hängen.

Neugierige Engel in der Kirche

Ihnen fehlt nur noch das Fensterbrett zum Auflegen der Ellebogen 🙂
In der Draschwitzer Kirche jedenfalls haben sie was zu gucken.

Stein und Holz und warmes Licht

Die Göthewitzer Kirche wird nur noch selten für Gottesdienste genutzt. Aber wer einmal hineinschaut, entdeckt (fast) ein Zuhause.

Verborgene Schönheiten

Zwei Kirchen im NöZZ, die schon viele Jahre geschlossen sind.
Immer noch lassen sie ahnen, wie viel Mühe sich vergangene Generationen gemacht haben, um würdige Räume für ihre Gottesdienste zu haben.
So auch die Kirchen von Rössuln und Webau.

Alle oder keiner

Fantastisch. Bewegend. Mitreißend. Ein Erlebnis-Kirchen-Abend der Extraklasse am 25. Mai 2019.
Saitlinge & Singers spielen und singen Lieder von Gerhard Gundermann – direkt ins Herz. Und der Film “Gundermann” tut sein übriges, eine kaum zu beschreibende Stimmung zu erzeugen. Keiner, der von den Worten nicht berührt war. Keiner, den die Musik nicht angesteckt hat. Und der Film? Weckt Erinnerungen an vergangene Tage, die für viele Gäste des Abends Teil ihres Lebens sind. Für andere – Zugezogene, später Geborene – eine Chance, etwas von dem zu erahnen, was Menschen bewegt, die sagen können: “Hier bin ich geboren.”
Danke für den Film! Und Danke für eure Musik!

Von Augen auf bis Gute Nacht

Musik, die die Tageszeiten beschreibt – vom Morgen über den Mittag und Abend bis zur Nacht?

Die gibt es. Und die Kantorei Zeitz brachte sie am 5. Mai in der Michaeliskirche zu Gehör. Georg Philipp Telemann schuf einen Kantatenzyklus, der in Arien, Rezitativen und Chören durch alle vier Tageszeiten führt.
1757 wurde es uraufgeführt, nun war es in Zeitz nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen. Dabei hatte Kantorin Johanna Schulze das Werk auf raffinierte Weise ergänzt. Jede Tageszeit wurde durch eine Orgelimprovisation eingeleitet. Organist Hans Christian Martin sorgte dafür, dass das erste Gezwitscher eines neuen Tages genauso zu hören war wie das Flimmern in der Mittagssonne oder die ausklingende Geschäftigkeit des Abends vor dem inneren Auge auftauchten. Glockenschläge läuteten zeitgleich die neue Tageszeit ein und je ein Bild aus Zeitz stimmte auch die Augen in der gut besuchten Michaeliskirche auf die rechte Stimmung ein.
Nach je einem einleitenden Chorgesang – ebenfalls durch Kantorin Schulze der jeweiligen Kantate geschickt vorangestellt, malten die Sopranistin Hanna Schmal, Altistin Nora Rutte, der  Tenor Stephan Kelm und Bassist Till Malte Mossner in Arien und Rezitativen das Besondere der Tageszeit in die Ohren. Die Kantorei beschloss mit fein abgestuftem, klarem Gesang die jeweilige Stunde von Morgen bis Nacht. Das Reussische Kammerorchster tat ein übriges, den Tag nicht nur in die Ohren, sondern in die Herzen hinein klingen und schwingen zu lassen.
So wurde der 5. Mai für die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer zu einem besonderen Erlebnis, das auch in die kommenden Tage hinein noch klingen dank dieser wunderbaren Aufführung eines großartigen Werkes durch großartige Musiker und Sänger.