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Hänsel und Gretel in Zeitz

Wer an den Tagen vorm 3. Advent und am Sonntag selbst in die Michaeliskirche in Zeitz trat, staunte nicht schlecht. Ein Märchenwald, Knusperhäuschen, Küche und Backofen ließen schon ahnen, dass hier Ungewöhnliches geschehen würde. Allerdings hatten sich Hänsel und Gretel nicht in Zeitz verlaufen. Mit voller Absicht fanden sie sich ein, um ihre Märchengeschichte aufzuführen. Das Sing- und Schauspiel mit Orgel ist entstanden nach der gleichnamigen Oper von Engelbert Humperdinck.

In Zeitz spielten, sangen und erzählten Kinder und Jugendliche das Märchen der Brüder Grimm, an der Orgel begleitet von Kantorin Johanna Schulze. Im einzelnen waren es die Jugendtheatergruppe Karambolage, die Jugendkantorei und die Kinderchöre der Evangelischen Kirchengemeinde in Kooperation mit der Evangelischen Grundschule.
Die Mitwirkenden hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und entführten die Zuschauer mitten hinein in die Märchenwelt. Große Spielfreude zeichnete die Kinder und Jugendlichen aus und ließ das Stück zu einem besonderen Erlebnis für Klein und Groß werden.

Himmlischer Himmel in der Werschener Kirche

Seit Jahren wird die Werschener Kirche saniert. Stück für Stück wird das Kleinod wieder herausgearbeitet, das da am Rand der B 91 gleich am Ortseingang steht. Letztes vollendetes Projekt: die Deckenbemalung. Himmlisch!

Adventsauftakt in Naumburg

Weihnachtliches in den Höfen, 1. Adventsandacht im Naumburger Dom – nun ist wieder Advent 🙂

Sehnsuchtsvoller Zweifel und himmlischer Trost

Mozarts Requiem und Barbers Adagio for Strings in der Zeitzer Michaeliskirche

Himmlische Musik eröffnete das Konzert der Kantoreien Altenburg und Zeitz am Ewigkeitssonntag in der Michaeliskirche Zeitz. Wie anders soll man mit zwei Worten umschreiben, was der amerikanische Komponist Samuel Barber als „Adagio for Strings“ komponiert hat? Scheinbar aus dem Nichts heraus entfaltete das Reußische Kammerorchester, geleitet von Kantorin Johanna Schulze, eine zarte Klangmalerei voller Tiefgang. Seelenmusik, die sich steigerte, bis sie – das ist wohl nicht nur dem Ewigkeitssonntag geschuldet – direkt an den Himmel anklopfte. Eindrücklicher, emotionaler hätten die Zuhörer in der voll besetzten Michaeliskirche nicht auf das folgende Requiem vorbereitet werden können.
Für das Requiem in d-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart gesellten sich nun die rund 100 Sängerinnen und Sänger der Kantoreien und die vier Solisten Julia Köhler (Sopran), Dorothea Zimmermann (Alt), Severin Böhm (Tenor) und Philipp Goldmann (Bass) zu dem Orchester hinzu. Der mächtige Chor vermochte es, den Zuhörerinnen und Zuhörern die fast noch mittelalterlichen Bilder von Höllenqualen und richtendem Gott vor Augen zu stellen. Die Sehnsucht der Seele, ihre Klage, ihr Hilferuf nach dem erbarmenden, gnädigen Gott waren durch jeden Ton hindurch zu spüren. Genauso beschrieben die Solisten voller Wärme, hell und strahlend klar das Verzagen und die Not des Herzens. Muss sich Gott nicht erbarmen? Wer sonst sollte Rettung bringen vor dem ewigen Tod? Und er bringt sie! Zwischen Bangen und Hoffen bewegt sich Mozarts Musik, klagt und stimmt in das Lob Gottes ein. Und jede Regung zwischen Zweifel und Zuversicht wurde von den Musizierenden sehr eindrücklich dargestellt und vermittelt.
Sichtlich beeindruckt warteten die vielen Gäste lange Sekunden, bevor sie nach dem letzten Ton in kräftigen Applaus einfielen. Diese Stille sagt wohl kaum weniger als der lange Applaus, wie beeindruckt und sichtlich bewegt die vielen Zuhörer von diesem Konzert waren: großes Lob für die Kantoreien, die Solisten und das Orchester, klar geführt von der Zeitzer Kantorin.

Krössuln Kirche

Eine Kirche, nur selten geöffnet – aber dann mit vielen schönen Seiten. Auch das auch nachts.
Zum Reformationstag 2019 einmal durchgeknipst.

Sinfonisches Konzert mit viel Wow!

Wahrhaft ein Konzert mit Wow-Effekt erlebten die Gäste im Naumburger Dom am Samstagabend.
Der Naumburger Domchor und der Domchor Meißen hatten sich das Te Deum von Antonín Dvořák vorgenommen, eine Herausforderung für Chöre, Musiker und die Leitung. Die lag in den Händen von Domkantor KMD Jan-Martin Drafehn, der den großen Chor und das gewaltige Orchester – die Elbland Philharmonie Sachsen – zielsicher führte.
Eröffnet wurde das Sinfonische Konzert mit dem Hymnus Nun danket alle Gott von John Rutter. Festlicher könnte ein Auftakt kaum sein, erklangen doch strahlend Trompeten, Posaunen, Tuba, Orgel und das ganze Orchester gemeinsam mit dem Chor. Nicht weniger festlich war die Symphonie für Orgel und Orchester op. 42 von Alexandre Guilmant, mit der sich Werner Koch (Regionalmusiker an der Herz-Jesu-Pfarrei Rostock) an der Orgel den Zuhörerinnen und Zuhörern vorstellte. Die beiden Solisten des Abends, Friederike Beykirch (Sopran, Weimar) und Daniel Blumenschein (Bass, Leipzig) sangen sich den Gästen im vollbesetzten Dom mit Dvořáks Biblische Lieder op. 99 ins Herz.
Mit diesen herausragenden Werken war das Te Deum bestens vorbereitet, denn es vereint die ganze Bandbreite der großen Musik und der zarten Töne in sich. Chor, Solisten und Orchester boten diesen großen, großartigen Lobgesang Gottes in einer Weise das, die kein Herz unberührt ließ. Wow-Effekt? Das ist noch untertrieben für diesen wunderbaren Konzertabend im Naumburger Dom.

Gesangbuch von Bach bis Zeitz

500 Jahre Pfarrbibliothek St. Michael Zeitz

Zum kleinen Auftakt des großen Jubiläums der Bibliothek, die in der Michaeliskirche Zeitz beheimatet ist, hielt am Montagabend Kai-Uwe Schmidt einen Vortrag über Zeitzer Gesangbücher. Schon im 17. Jahrhundert entstanden in Zeitz solche Drucke, die es der Gemeinde zunehmend ermöglichen sollten, vermehrt im Gottesdienst – und auch im Hausgebrauch – zu singen und geistliches Leben zu gestalten.

Interessante Tatsachen erfuhren die Gäste des Vortrages. So etwa, dass es Gesangbücher mit über 1.000 enthaltenen Liedern gab. Das aktuelle Gesangbuch der Evangelischen Kirche, das “EG”, hat 535 Lieder (ohne die Anhänge, die in manchen Landeskirchen beigefügt sind). Am Gesangbuch von 1736 (Musicalisches Gesang-Buch), das der Zeitzer Schlosskantor Georg Christian Schemelli herausgegeben hatte, hat Johann Sebastian Bach mitgewirkt. Frühe Ausgaben waren mit begleiteten Worten versehen, etwa vom zuständigen Superintendenten. Besonders auch sind die Kupferstiche der Stadt Zeitz, die etliche Gesangbücher eröffneten. Sie zeigen durch ihre zweierlei Art ein Stück Stadtentwicklung.
Den Vortrag von Kai-Uwe Schmidt ergänzten Carolin Drescher und Julia Fichtner von der Kunstgutgruppe der Kirchengemeinde mit Beiträgen zu den Gesangbüchern bzw. Auszügen aus einem Rückblick eines Chorknaben auf seine aktive Zeit im “Oberchor”.

Im Anschluss waren die Gäste eingeladen, die Ausstellung der Bücher in der Sakristei zu besuchen und sie machten davon regen Gebrauch. Gab es doch allerhand zu entdecken.
Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Oktober zu sehen.

Am Samstag, 7. September 2019 findet der eigentliche Festakt zum 500-jährigen Bestehen der Pfarrbibliothek statt. Beginn ist um 15 Uhr und es besteht Gelegenheit, Kirche, Bibliothek und natürlich die Gesangbuchausstellung zu besichtigen, Führungen mitzumachen und allerhand zu entdecken.

10 Jahre und kein bisschen leise

Am 1. September feierten Kinder, pädagogisches Team, Eltern, Ehemalige, Freunde und manch andere einen besonderen Geburtstag in der Michaeliskirche in Zeitz. Seit 10 Jahren besteht die Evangelische Grundschule – wenn das kein Anlass ist, zu einem besonderen Fest einzuladen.
So war die Kirche zum Gottesdienst gut gefüllt. Premiere hatte in diesem Gottesdienst der stark gewachsene Schulchor, der unter Leitung von Kantorin Johanna Schulze frisch und fröhlich in den Gottesdienst einstimmte und ihn weiter mitgestaltete. Pfarrer Werner Köppen lud dazu ein, die Augen aufzumachen für das Großartige, was geschehen ist und geschieht. Schulleiterin Sigrid Buhl und der Vorsitzende des Fördervereins, Harald Rosahl, gaben Rück- und Ausblick zur Schulgeschichte.
Nach dem Gottesdienst waren die Gäste in den Michaeliskirchhof eingeladen zu Kaffee, Kuchen und Gesprächen. In der Kirche gaben ein Haus aus Bausteinen, von den Kindern gestaltet, und eine Zeitleiste mit Fotos einen Einblick in den Schulalltag und besondere Ereignisse. Zum Abschluss des Festtages gratulierte der Gospelchor Celebrate mit einem mitreißenden Konzert.

Fotos: Regina Keilholz, Matthias Keilholz

Wenn Schule so losgeht…

Mal wieder die Einschulungsfeier der Domschule fotografiert.
Immer schön.

Brot-Zeit in Gröben

Erster Gottesdienst nach dem Sommerurlaub, gleich mit einem stärkenden Thema in einer kleinen, feinen Kirche:
Brot-Zeit in Gröben. Jesus sagt: “Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.” (Johannes 6,35). Zur Begrüßung gab’s an der Tür Brot und Salz, im Gottesdienst eine kleine “Trauben-Zeit” als Unterbrechung der Predigt.
Und zum Schluss blieben noch ein paar Bilder der Gröbener Kirche in der Kamera hängen.