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Kindern eine Chance – UNICEF-Gala in Zeitz

Eine fantastische Gala hatte die UNICEF Arbeitsgruppe Zeitz da am 31. März auf die Beine gestellt – und namhafte Künstlerinnen und Künstler, kleine und große, alte Bühnenhasen und werdende Stars hatten zugesagt, diese Gala mitzugestalten.
Der Oberstufenchor des Geschwister-Scholl-Gymnasiums ist schon lange über die Mauern des GSG hinaus bekannt für seine ausgezeichneten Konzerte. Wer exzellente Gitarrenmusik liebt, der kommt am Zeitzer Gitarrenensemble nicht vorbei. Die Darbietungen der Zeitzer Ballettschule sind eine Augenweide. Erst vor drei Wochen waren Karabambini und der Kinderchor der Grundschule Elstervorstadt mit ihrem Musical “Der kleine Tag” zu erleben – als Mitwirkende beim Ensemble MU-TH. Und Gisela und Hubert Reimann sind immer für ein Bühnenspäßchen zu haben – ob mit Gesang oder in kabarettistischen Einlagen.
Im ersten Teil waren all diese Künstlerinnen und Künstler zu erleben und der Vorsitzende der Zeitzer UNICEF-Gruppe, Roland Braune, konnte in seiner Rede zwischen den beiden Programmblöcken großen Dank aussprechen – für die Unterstützung der Arbeit von UNICEF, für die Spenden zur Gala, für Zeit und Kraft, die die Künstler hier einsetzen. Die Zeitzer Arbeitsgruppe durfte in diesem Jahr Jubiläum feiern. Seit 25 Jahren gibt es die lokale Arbeitsgruppe. Und der besondere Dank dafür kam denn auch in Form einer Urkunde bei den Mitgliedern an.
Den zweiten Teil gestalteten die “Saitlinge und Singers”. Urgestein ist die Kleinkunstband mit Heimat in Bockwitz, die seit 2017 vor allem mit Liedern von Gerhard Gundermann unterwegs ist und mit ihrem Programm das Publikum im Zeitzer Capitol begeisterte.
Der Reinerlös der Gala kommt UNICEF-Projekten unter der Überschrift “Kinder in Not” zugute. Ein gutes Zeichen, dass sich so viele auf und hinter den Kulissen, mit Spenden und nicht zuletzt als Gäste der Gala für Kinder in aller Welt einsetzen und zeigen, dass ihr Blick weit über die eigenen Grenzen hinausgeht.

Fahr mal wieder U-Bahn

Am 24. Februar verwandelte sich das Capitol Zeitz in das Berlin der 80er Jahre. In den U-Bahnhöfen und den Wagen der Linie 1 zwischen Wittenbergplatz und Schlesischem Tor tummelten sich die Jugendlichen der Theatergruppe “Karambolage” und ließen ein Stück Zeitgeschichte lebendig werden aus den Tagen, als Berlin die einzige Stadt der Welt war, in der in allen Richtungen Osten lag.
Penner, Punker, kleine und große Stars, Desillusionierte und Träumer, Reich und Arm und alles dazwischen – überaus lebendig war der quirlige Mikrokosmos der Linie 1, in der sich alles verdichtet einfand, was Berlin ausmacht. Die Jugendlichen schlüpften in die verschiedensten Rollen und entführten die Zuschauerinnen und Zuschauer unmerklich in diese andere Welt voller Komik, Tragödie und viel kleinem Glück. Drei Stunden, die wie im Zug vergingen (U-Bahn, nicht Flugzeug…).
Für die gute Laune sorgte im Hintergrund eine kleine, aber feine Combo, die in bewährter Weise das Spiel der Jugendlichen live begleitete. Alles unter der Leitung von Rotraud Denecke und Thomas Volk und vor dem fantastischen Bühnenbild von Marianne Mächtig, die auch die Fotos für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt hat.
Fahr mal wieder U-Bahn. Vielleicht sogar mal in der “1” auf den Spuren des Musical?

 

Potsdamer Silvesterfeuerwerk

Wenn 120 Stimmen jauchzen

… dann ist wohl Weihnachtsoratorium.

Am 8. Dezember führte die Kantorei Zeitz unter Leitung von Johanna Schulze gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Evangelischen Grundschule und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Zeitz sowie der CJD Christophorusschule Droyßig auf. Musikalisch begleitet wurden sie von Musikern des Reußischen Kammerorchesters Gera und den Solisten Sara Mengs (Sopran), Marlen Herzog (Alt), Christoph Pfaller (Tenor) und Philipp Goldmann (Bass).

Bevor das “große” Oratorium gespielt wurde, erlebten viele Kinder und Erwachsene das “Weihnachtsoratorium für Kinder”. Hubert Reimann als Hirte erzählte die Weihnachtsgeschichte und verband die einzelnen Szenen mit Stücken aus dem bekannten Werk Johann Sebastian Bachs. So begab er sich auf die Suche nach dem passenden  Instrument für einen König. Flöte? Oboe? Fagott? Vielleicht Streicher? Spielerisch-erzählerisch entdeckten die Zuhörer, wie genau Bach sich die Instrumente ausgesucht hatte, um die jede Szene der Geburtsgeschichte Jesu für die Ohren sichtbar zu machen.

Vor voller Kirche dann erklangen die berühmten Chöre und Arien von “Jauchzet, frohlocket” über “Bereite dich Zion”  oder der “Hirtensinfonie” bis zum Schlusschor “Herrscher des Himmels”. Johanna Schulze hatte einige Überraschungen eingebaut und nutze die Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler, um besondere Akzente zu setzen. Und als Zugabe nach dem langen und wohlverdienten Applaus sangen Kinder, Jugendliche und Erwachsene noch drei Strophen des Weihnachtsliedes “Es ist ein Ros entsprungen”.
“Jetzt ist Advent!” Was einer der Sänger sagte, gilt vermutlich für viele, die dieses großartige Konzert miterleben durften.

Großer Tag für den kleinen Tag

Am 2. Dezember 2018 feierte das Musical “Der kleine Tag” (Wolfram Eicke, Hans Niehaus, Rolf Zukowski) Premiere im Zeitzer Capitol. Das Musik-Theater MU-TH brachte gemeinsam mit Karabambini und Kindern der Grundschule Elstervorstadt ein fantastisches, wundervolles, verzauberndes Stück auf die Bühne.
“Der kleine Tag” (gespielt von Belinda Mächtig) wartet darauf, dass er endlich auf die Erde kann. Jeder Tag kann kann das nämlich nur einmal. Die “wichtigen” Tage erzählen, was an ihrem Tag so Bedeutendes geschehen ist – Erfindungen, die gemacht wurden, Krieg und Frieden und mehr. Natürlich möchte der kleine Tag, dass er auch solch ein wichtiger Tag wird. Endlich ist es soweit. Sein Tag. Der letztlich – aber erst ganz am Ende der Geschichte – zu einem wahrhaft großen Tag wird.
Bezaubernd und mitreißend war das Spiel der Theaterleute von Klein bis Groß. Und umwerfend waren die Bühnenbilder – eins für die Welt hinter den Sternen, wo die Tage alle versammelt sind, und eins für die Erde, sehr konkret mit Zeitzer Motiven, die Marianne Mächtig in tage- und wochenlanger Arbeit gestaltet hatte. Hinter dem Vorhang musizierte ein feines Ensemble unter der Leitung von Thomas Volk. Musik-Theater vom Feinsten. Dafür stehen er und Rotraud Denecke seit vielen Jahren.
So war dieser Tag im Capitol gewiss kein kleiner Tag, sondern ein ganz großer!

Zuckerkunst beim Bonbonmann

Echte Zuckerkunst zeigte der Bonbonmann Dirk Lawrenz beim Zeitzer Zuckerfest.
Eine Augenweide zuzuschauen, wie aus Zucker echte Kostbarkeiten werden.
Und ein Gaumenschmaus – natürlich!

Zeitzer Zuckerfest von unten und oben

MU-TH – einfach Zucker

Das Musik-Theater MU-TH versüßte das Zuckerfest in Zeitz mit einem Kurzauftritt vorm Capitol und gab einen kleinen Einblick in die neue Produktion “Der kleine Tag”. Im Foyer des Capitol war Gelegenheit, mit MU-THlern ins Gespräch zu kommen und mehr über die Theaterarbeit in der Kulturvilla zu erfahren.

Haus voller Musik

Zum zehnten Wählitzer Hausmusiktag hatten sich zahlreiche Musizierende und Musikliebhaber eingefunden. Von Solisten bis zur großen Band war alles vertreten, was Freude daran hat, Musik zu machen und Musik zu lauschen. Ob Sting oder Gundermann, Pergolesi oder Bartholdy, ob Künstler aus Berlin, vom Kyffhäuser oder aus Zeitz – äußerst vielfältig gestaltete sich das Programm am 29. September in der Erlebnis-Kirche. Manche traten zum ersten Mal auf, andere sind schon Stamm-Musiker des HMT. Auch unter den Gästen waren etliche, für die dieses Format eine Neudentdeckung war. Andere waren gekommen, weil sie schon wussten, was sie erwartet.
“Die Musik ist eine Gabe und Geschenk Gottes, die den Teufel vertreibt und die Leute fröhlich macht”, sagte Martin Luther. Recht hat er. Der Hausmusiktag hat’s mal wieder bestätigt.

MU_Thige Autoren

Sie können nicht nur Musik und Theater, sie finden auch Worte, um die Welt – ob real, ob fantastisch, ob mystisch-mythisch, ob von innen oder von außen – zu beschreiben und so durch Gehörtes für den Moment Wirklichkeit werden zu lassen.
Am 28. September präsentierten vier Mitglieder der Musik-Theater-Gruppe MU-TH Ausschnitte aus ihren Werken. Sie entführten die gut 50 Zuhörer, die den kleinen Saal in der Kulturvilla voll ausfüllten, nach Mittelamerika, nahmen sie mit in die Welt von Planeten und Göttern, ließen sie erschaudern an der Seite eines Monsterjägers, und Gedichte gaben humorvoll und nachdenklich Einsichten, Welt- und Weitblicke.
Annett Leutritz, Ricarda Peter, Patrick Schulz und Raluca Denecke begeisterten durch ihre je eigene Art, mit Worten eine Welt entstehen zu lassen. Für musikalische Highlights sorgten Ensemblemitglieder von MU-TH und Thomas Volk am Flügel. Und mancher ging wohl nicht nur höchst begeistert nach Hause sondern trug auch die Frage mit sich, wie so manche Geschichte denn weitergeht. Wenn das nicht nach Fortsetzung ruft.