Generation Web

Ein mir bekannter, nicht näher bezeichneter, überausüberdurchschnittlichbegabter Teenager kommt zu mir, hält eine Postkarte (ohne aufgedruckte Linien) in der Hand und fragt: “Und wo kommt hier die E-Mail-Adresse hin?”

Ich: “Sag mal, wie viel Cent da drauf kommen.”
Er: “Keine Ahnung, sag schon.” (Sag ich natürlich nicht)

Immer noch er: “Ich scan’ die jetzt und schick sie per Mail.”

Gebührend Ordnung

Türklingel. Ich öffne. Ein Gymnasiast, schon telefonisch angekündigt. Hausaufgabe: “Fragt mal euren Pfarrer nach evangelisch und katholisch.” (Die Originalfrage war anders, macht aber keinen Unterschied)
Das wird langsam zur Gewohnheit. Und ich krame zusammen, was mir einfällt.

Wie wäre es eigentlich mit einer Gebührenordnung für Religionslehrer, die ihre Schüler dazu verleiten, den Pfarrer zu belagern? *grins*

  • 1 Tafel Schokolade für einfache Fragestellungen
  • 2 Tafeln, wenn es – wie im gegeben Fall – gleich um zwei verschiedene religiöse Gruppen geht

Ich glaube, ich probiere das einmal aus. Die Alternativen sind beide verlockend: entweder Ruhe oder etwas Süßes. Das ist gebührend in Ordnung, denke ich.

Die Predigt mit der Endlosschleife

Ich war ja bass erstaunt, etwas “amused” und dachte bisher, dass das doch keiner “in echt” macht.

Ach so, was? Also:
Ein Gottesdienst in einer nicht näher bezeichneten Kirche, ein besonderer Prediger am Pult. Der Eingangsteil mit Liedern und gebeten war schon recht lang. Die Predigt war gut, inhaltlich reich.
Und dann kam der Satz: “Haltet durch, liebe Gemeinde!” Denn es war wohl doch noch nicht alles gesagt. Obwohl ich schon das Schlusswort gehört hatte und nur noch auf das obligatorische Amen wartete.
Kam aber nicht, ging noch mal von vorne los.

Also merke: “Haltet durch, liebe Gemeinde” ist nicht immer die Aufforderung an Christen in besonderer Notlage – es kann einfach nur bedeuten, dass die Predigt in eine Endlosschleife übergeht. *grins*

7 Wochen ohne …

Ein einfacher, gegoogelter Suchauftrag, der mich schon beim Eintippen der Begriffe ins Nachdenken bringt. Ich tippe die Wörter ein: “7” “Wochen” “ohne” “Material”. (Weil ich Material für die Fastenaktion brauche.) Und grüble: Mal sieben Wochen ohne Material auskommen – ohne Bücher, ohne Schreibzeug, ohne Flipchart … Oder (o Schreck): ohne Laptop und Internet?